Alufolie Erhitzen

Aluminiumheizung

Backst du Fisch oder Gemüse in Alufolie? Was für eine Gefahr besteht, wenn Sie Ihre Lebensmittel mit Aluminiumfolie erwärmen oder gar giftig sind, zeigen wir Ihnen hier in den Fakten. Sendet die Aluminiumfolie beim Erwärmen toxische Gase? Es geht um eine besonders störrische Legende. Es ist ein sehr temperaturbeständiges Material, das erst bei extremen Hochtemperaturen zu reaktionsfähig wird.

Bei vergleichsweise geringer Kohlewärme kommt dieser Vorgang überhaupt nicht zustande. Auch wenn man davon ausgehen würde, dass das gebrannte und reagierende Material mit der Umgebungsluft zu Korund brennt, ist dieses Korund nicht giftig und man würde es durch das Räuchern nicht aufsaugen.

So kann eine vermeintliche Gefährdung durch die Aluminiumfolie von Grund auf von vornherein per Handauflegung ausgeschlossen werden.

Question & Answer, Nr. 361: Ist Aluminiumfolie gesundheitsschädigend?

Täglich werden wir uns mit dem Werkstoff aufhalten. Über Lebensmittelzusatzstoffe, Kochgeschirr wie z. B. beschichtete Gefäße oder Tabletts, Deodorants, in denen es oft als Schweißinhibitor vergraben ist, Cremes, die es als Dispersionsmittel verwenden, sowie über gewisse Arzneimittel, Röhrchen und Konservendosen und Aluminiumfolie gelangen es auch in den Menschen.

Weil ja, es kann vorkommen, dass Aluminiumpartikel in das in der Folienverpackung verpackte Nahrungsmittel gelangen. Es ist besser, Sauergurken von Aluminiumfolie, Kartoffeln, getrockneten Paprikaschoten, Salami, Zitrusfrüchten, Rhabarber, Apfelsauce und gesalzenen Heringen fernzuhalten. Das Bundesinstitut für Risikoanalyse (BfR) erklärt: "Aluminium kann von Aluminiumfolie zu säure- und salzhaltigen Lebensmitteln verarbeitet werden.

Daher rät das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit davon ab, saure oder salzhaltige Nahrungsmittel in Aluminiumfolie zu lagern. "Die Botschaft auf der einen oder anderen der Aluminiumfolien auf der Packung hört sich sehr ähnlich an: "Verwenden Sie keine Aluminiumfolien in Zusammenhang mit Nahrungsmitteln mit einem hohen Säure- oder Salzgehalt, die in Meerwasser gekocht werden", heißt es dort. Es ist auch nicht ratsam, solche Gerichte auf Metallplatten zu platzieren und sie dann mit Aluminiumfolie zu bedecken.

Aber auch wenn es in die Nahrung geht: Sind das Quantitäten, an die man denken muss? Im Hochsommer 2014 ließ er ein eigenes Prüflabor einrichten, um den Aluminhalt von Nahrungsmitteln vor und nach fünf Tagen Einlagerung in Alufolie zu bestimmen. Die Tomate mit einem Basiswert von 0,7 mg Al pro Kilogramm hatte nach fünf Tagen in Aluminiumfolie einen Aluminiumanteil von 3,1 mg pro Kilogramm.

Bereits nach 24 Std., so der WDR-Bericht, entdeckten Labormanager Martin Frettlöh und seine Mitarbeiter kleine Lücken in der Aluminiumfolie. Dies zeigte sich noch stärker beim Kaese, der - mit Alu überzogen - auf einer Edelstahlscheibe liegt. "Binnen eines Tages", so der WDR, "wurden große Aluminiummengen aus der Alufolie gelöst, die auf die Oberseite des verpackten Kaeses aufgebracht wurden und mit freiem Blick zu sehen waren.

Dabei zeigte sich auch, dass fischzubereitende Zubereitungen aus dem Gefrierschrank nach dem Erhitzen im Backofen mehr Aluminum beinhalten, wenn sie sich nicht in einer Glasschüssel, sondern in der gelieferten Aluminiumschüssel befinden. Wer die Tomate in einem unbehandelten Aluminiumtopf erwärmt - zum Beispiel in Kochutensilien beim Camping - steigert ihren Aluminiumanteil von etwa 0,5 auf 6,0 mg/kg.

Auf welcher Ebene ist es für den Menschen gesundheitsschädlich? Im Einklang mit der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) rät das Bundesamt für Landwirtschaft (BfR), dass ein ausgewachsener Mensch nicht mehr als 1 mg aluminiumhaltiges Produkt pro kg körperlichem Gewicht und pro Jahr konsumieren sollte. Fachleute gehen davon aus, dass diese Summe durch die einmalige Verwendung eines aluminiumhaltigen Deodorants erzielt werden kann.

Schätzungen der EBLS zufolge werden bis zu 13 mg Aluminum pro Tag verbraucht. Es besteht noch Unsicherheit darüber, welche Auswirkungen die wiederholte Zufuhr von Reinaluminium auf den Menschen haben kann. Es wird empfohlen, eine überflüssige Absorption von Aluminum zu verhindern - zum Beispiel durch alufreie Deodorants oder den richtigen Einsatz von Alufolie.

Apropos: Eine Studie ergab anfangs Dez. 2014, dass jede fünfte Laugenbrezel in Bayern zu viel aluminiumhaltig ist. Dabei werden die Teigstücke mit Natronlauge beschichtet und dann oft auf Aluminiumschalen eingebrannt.

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