Alufolie test

Aluminiumprüfung

Das iPhone XS Max: Praxistest des maximalen iPhone. Beim Grillen und Kochen mit Alufolie besteht die Gefahr von Gesundheitsschäden. Alufolie: Brauchst du das wirklich? Aluminiumfolie ist eines der Dinge, die nahezu jeder im Haus hat und die wir oft benutzen, ohne darüber nachzudenken und die trotzdem viele Menschen dazu bringen, sich unwohl zu fühlen. Einige halten Aluminiumfolie für toxisch.

Wir verarbeiten Aluminiumfolie seit über hundert Jahren. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhundert, nachdem die Einsatzmöglichkeiten der Folien bekannt waren, ersetzte die Aluminiumfolie bald das Alufolienpapier als Packmittel.

Heutzutage gibt es wahrscheinlich nur noch wenige Großküchen, in denen nicht einmal eine Alufolie in der Nähe liegt - sei es zum Verpacken von Sandwiches in den Pausen, zur Lagerung von Speiseresten, zum Braten, Garen oder Grillieren. Die Vorzüge der Aluminiumfolie sind lang gelobt: Sie schÃ?tzt vor Lichteinwirkung, Oxidation, Luftfeuchtigkeit, Keimen, hÃ?lt den WÃ?rmeverlust in Grenzen, wenngleich darin die warmen Speisen verpackt sind und erfordert nur ein MindestmaÃ? an "Packraum".

Sie können die schiefsten Sachen darin einpacken, Backkartoffeln vor dem Brennen beim Grillieren bewahren, Sandwiches, Halbzwiebeln und sogar Speisereste mit viel Knoblauch geruchsdicht abdichten. Die Folien selbst sind dabei völlig neutral im Geschmack. Außerdem: Aluminiumfolie ist in jedem Supermarkt und jeder Drogerie sehr preiswert und es ist auch sinnvoll, dass man sie nach der Benutzung ganz unkompliziert entsorgt, anstatt sie abspülen zu müssen.

Vor allem die Aluminiumfolie hat einen entscheidenden Nachteil: Die Produktion ist äußerst umweltschädlich. Bei der Aluminiumgewinnung wird das Bauxiterz, das zu rund 60 Prozentpunkten aus dem Werkstoff Alumium besteht, aus dem Erdreich im Hochtagebau gewonnen. Die Weiterverarbeitung des Bauxits erzeugt als Abfallstoff so genannten roten Schlamm - bis zu vier Tonnen pro Tonne Al.

Bei der Weiterverarbeitung des Werkstoffs wird ein Elektrolyseprozess eingesetzt, der einen hohen Energieaufwand erfordert. Insbesondere dieser äußerst energieintensive Verbrauch in der Aluminiumproduktion führt zu einer schlechten Umweltbilanz der Aluminiumfolie. Für die Erzeugung einer tonnenschweren Aluminum benötigen Sie etwa 15 Megawattstunden (MWh) Elektrizität. Gegenüber vielen anderen Packstoffen leistet das Material daher schlecht: Die Aluminiumherstellung verbraucht etwa 25 mal so viel Zeit wie die Glasverarbeitung und etwa 10 mal so viel wie die Weißblechherstellung.

Grundsätzlich schont das Recycling von Leichtmetall, d.h. die Produktion von Aluminiumprodukten aus Recyclingaluminium, die natürlichen Rohstoffe. Nur fünf Prozentpunkte der originalen Fertigungsenergie werden für das Recycling verwendet - 95 Prozentpunkte weniger als bei der Erstproduktion. Laut Gesamtverband der Aluindustrie beträgt die Verwertungsquote in Deutschland in den wesentlichen Anwendungsbereichen zwischen 85 und 95 Prozentpunkten.

Nach der Gewinnung von Aluminum ist es möglich, fast unbegrenztes Neuprodukt herzustellen. Sind Aluminiumfolien toxisch? Es wird immer wieder behauptet, dass der Werkstoff Aluminum - zum Beispiel in Gestalt von Aluminiumfolie, aber auch als Aluminiumsalz in Deodorants - toxisch ist. Das ist nicht ganz richtig, denn es ist so, dass es zu einer Schädigung des Nervensystems und einer Beeinträchtigung des Knochenstoffwechsels kommen kann.

Besonders schwierig ist es wahrscheinlich, wenn der Aufbau über einen längeren Zeitraum hinweg regelmässig dem Werkstoff Aluminum ausgesetzt ist, so dass sich das leichte Metall im Aufbau ansammeln kann. Deshalb hat die ESA eine Obergrenze für die Aufnahme von Körperaluminium festgelegt, wahrscheinlich ohne die Gesundheit zu beeinträchtigen: rund 1 mg pro Kilogramm des Körpergewichts.

Aluminiumfolie wird zu einem gesundheitlichen Risiko, wenn sie mit säurehaltigen, fetthaltigen, alkalischen oder salzhaltigen Lebensmitteln in Berührung kommt. Sämtliche Tatsachen sprechen dafür, Aluminiumfolie so weit wie möglich zu vermeiden. Wer auf sie nicht ganz verzichtet, sollte wenigstens die Aluminiumfolie schonend verwenden und mehrmals verwenden, bevor er sie in einem gelbe Tüte entsorgt (siehe auch: Abfalltrennung & Recycling: 13 Tipps).

Schwer verunreinigte Folien können bedauerlicherweise nicht mehr recycelt werden und sollten dann als Restabfall entsorgt werden. Alufolie ist nicht erforderlich, um Sandwiches zu packen, Lebensmittelreste zu bedecken oder zu packen. Bei der Beförderung und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln ist es sehr leicht, die Aluminiumfolie durch Frischhaltekanister aus rostfreiem Stahl, Holzwerkstoffen, Gläsern, Glas, Keramik oder (BPA-freien) Kunststoffen, Mehrwegwachstücher, Schraubengläser oder einfachem Sandwichpapier zu ersetzten.

Für die Aufbewahrung von Speiseresten können Sie auch Käseschellen verwenden - und eine Schale kann mit einem Tablett anstelle von Aluminiumfolie abgedeckt werden. Sie können auch ohne Alufolie grillieren - zum Beispiel mit einem Gitterkorb, einer Grilltafel, Schaschlikspieße oder Gemüseblätter, in die Sie das Grillspeise wickeln. Welche Auswirkungen hat das Material auf Mensch und Natur?

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