Berndorf Besteck

Besteck Berndorf

Das Markenbesteck Berndorf mit dem Bären als Symbol für das Besteck wird noch immer verwendet. Berndorfer Besteck aus Edelstahl, silberbeschichtet, Sterlingsilber und vergoldet. die Berndorf Metall-Warenfabrik mit der Historie des Besteckes in Europa. 1843 gründet der Stahlgusshersteller Alfred Krupp zusammen mit dem Händler Alexander Schoeller die "KK prilegierte Metalwaarenfabrik in der Umwelt von Wien". Die neu entwickelte Löffelrolle - die das Ergebnis einer Innovation des Münchener Goldschmieds Anton Wiemer war - hat Alfred Krupp in die Gründung des Unternehmens eingebracht, während der Händler Alexander Schoeller das Marketing übernommen hat.

Durch die günstige Lage von Berndorf in Österreich war zum einen der Zugang zu den österreichisch-ungarischen Nickellagerstätten gesichert, zum anderen war die Freifallneigung des Triestingflusses, der die Anlagen ansteuern konnte, garantiert. Als Berndorf zunächst noch zum Unternehmen Friedrich Krupp zählte, gab sein Vater Hermann Krupp die Aktien der Unternehmensgruppe Krupp frei und wurde zum stillen Teilhaber an der halben Berndorf Metall-Warenfabrik.

Später startete die österreichische Fabrikation 1852 mit der galv. versilberten Besteckbeschichtung, vergleichbar mit der bereits von Christofle in Frankreich eingeführten versilberten Beschläge. Die Berndorf GmbH veräußerte ihre Waren unter dem Markennamen Alpacca-Silber und schon 1870 versorgte das Unternehmen 1000 Eltern.

Empress Elisabeth (Sissi) rüstete ihre Jacht und Molkerei aus dem qualitativ hochstehenden Berndorf Standardprogramm aus. Mit dem Tod des Firmengründers Alexander Schoeller übernimmt Arthur Krupp die Aktien der Nachkommen und macht die inzwischen gegründete Firma BERTOORFER zu einem der grössten Betriebe der Österreichischen Kronkolonie. Artur Krupp übergab an den kaiserlichen Hof und wurde 1896 mit dem Ehrentitel Kaiserlicher und Königlicher Hoflieferant ehrt.

Noch heute sind Reste des imperialen Alpaccasilbers von Berndorf in der Wien gelegenen Hoffburg zu sehen. Aber auch die Industrieproduktion von Besteck, Geschirr und Geschirr aus Alpakasilber sowie die Technik der Veredelung von Reinnickel zu Geschirr förderte er und verwandelte das frühere Berndorf in eine repräsentative Kleinstadt.

Niederlassungen wurden in den Städten Lucerne und Mailand, Berndorf und Arthur Krupp Milano eröffnet, die später mit dem italienischem Unternehmen Simbonet fusionierten. 1932 zog sich der ältere Arthur Krupp aus dem Unternehmen zurück, und als fünf Jahre nach seinem Tod das 100-jährige Jubiläum der Berndorf Metall-Warenfabrik begangen wurde, befand sie sich zu 100 % im Eigentum der Essener Kraftwerksfamilie Krupp.

Auch in der Zeit nach dem Krieg folgte Berndorf großen Bräuchen. Bereits 1956 entwickelte Oswald Haerdtl (1899 - 1959) für Berndorf eine ganze Serie von Hotelgeschirr. Es werden einige Muster wieder aufgegriffen, die für Berndorf bereits vor dem Krieg von Bedeutung waren: Allerdings hat sich die große Mehrheit der Messerschmiedemodelle verändert und an den modernen Lifestyle angepaßt, denn alle qualitativ hochstehenden Besteckteile verspricht eine lange Nutzungsdauer, auf die die Metallurgie Berndorf in Österreich besonders blickt.

In der Geschichte immer wieder Berndorf. Kurze Zeit später wurde es von Berndorf unter dem Markennamen C. E. A. C. A. hergestellt, woraufhin das matte oder polierte Opusmodell folgte, das Berndorf und A. A. einen festen Platz in der ersten Reihe der qualitativ hochstehenden Bestecke mit ausgezeichnetem Dekor sicherte. An der Hochschule für Gestaltung in Wien hat das Unternehmen einen Wettbewerb ausgeschrieben, um das Besteckentwurf zu fördern.

Im Spannungsfeld zwischen dem Designbesteck von heute und dem Traditionsbesteck von zu Beginn des vergangenen Jahrtausends findet man eine ganze Palette von funktionalen Besteckteilen zu günstigen Konditionen.

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