Der Kaffeefilter

Die Kaffeefilterung

Der abgebildete Kaffeefilter erinnert viele an eine Kaffeeparty bei Oma's und wirkt altmodisch. Der "Originalfilter" aller Kaffeefilter entstand aus dem Löschpapier eines Notizbuches ihres Sohnes Willi. Nicht jeder Filter passt zu jedem, nun ja, Filter.

Bildverlierer der Espressokultur: der Kaffeefilter

Es ist schlicht, preiswert und genial: der Kaffeefilter. Dennoch liegt er in einer von Tabletten, Koffern und Kaffeemaschinen dominierten Unternehmenskultur, die den Umgang mit lockerem Pulver um jeden Preis unterdrückt. Es sieht so aus, als wäre kein guter Kaffe ohne einen Tastendruck und technischen Aufwändig. Außerdem wird heute eh niemand deutscher Kaffeetrink.

Ein immer beliebterer Weg, sich an die absolut richtige Lehre der Erlösung zu halten, ist die Vorbereitung einer Schale Milch. Auf irgendeine Weise müssen Röstkaffeebohnen und gemahlener Kaffeekuchen mit warmem Leitungswasser zusammengeführt werden. Auch die bisher am meisten verbreitetste Option war die ungeeignetste: Die klassiche Kältemaschine mit Papierschicht, automatischem Abtropfen und Heizplatte ist eine gute Wahl, um wirklich guten Kaffeekaffee aus geeignetem Kaffeemehl zu zubereiten.

Jeder, der sich selbst schätzt, hat seine Kaffeekochen schon lange professionell gemacht. Ein moderner Mensch trank keinen deutschsprachigen Filtrierkaffee mehr, dessen Bild in den vergangenen dreißig Jahren stark zurückgegangen ist, er trank Italien. Das gesamte Spektrum der italienischen Kleinkultur kann mit der Hand erschüttert werden, auch mit zusätzlichem Kohl. Es muss etwas grober vermahlen werden, aber sonst ist es eine der preiswertesten, leichtesten und besten Methoden, Kaffeekochen zu machen.

Das hat den Vorteil, dass man nicht jeden billigen Kaffe nehmen kann. Mitleidlos, sie vergibt keine Irrtümer und präsentiert jeden einzelnen Kaffe wie er ist. In Anbetracht der italienisch und französisch geprägten (und unter Ausschluss und völliger Ignoranz der österreichischen) Kultur leistet der gute uralte Filterkaffee wenig für die stilbewussten städtischen Haushalte der Schweiz.

Es gibt Kaffeepartys bei Oma's, magenfreundlichen Kaffee mit Blumen, Kaffee-Gedächtniswasser für Herzpatienten. Es ist kein Zufall, dass die Tabs jetzt den größten Teil des Kaffeesegals im lokalen Markt ausmachen, denn sie sind noch praktischere, einfachere und sauberere als Kaffeefilter, man kommt nicht einmal mehr mit dem Braunkohlpulver in Kontakt, wie bei Teebeuteln.

Sie müssen nicht teilen, Sie müssen nicht zerkleinern, Sie drücken eine Taste und Sie haben bereits einen Espresso in einer haushaltsüblichen Stückzahl produziert. Menschen, die dies benutzen, mögen wahrscheinlich auch Windows Vista. Bereits zwanzig Jahre nach seiner Markteinführung in Italien und England kam der Milchkaffee nach Deutschland, und angesichts des Schnarchens des kleinen Provinzkonglomerats im XVII. Jh. war er wirklich sehr rasch.

Sie gossen es sofort ein, filterten es mit Sieben, kauten an einigen Granulaten und Brocken und kämpften mit schlammartigen Ablagerungen auf dem Boden der Tasse, bis 1908 eine mutige Dresdnerin namens Melitta Bentz den Kaffeefilter schließlich zur Marktreife weiterentwickelte. Die Künstlerin Melitta Bentz patentiert das Prozess, bezieht ihre Ehepartner und Kinder ein und vertreibt die Ideen.

Auch wenn die Menschen nicht genug Kohle haben, um echte Kaffeebohnen zu kaufen: "Auch der aus Mais, Mälzern oder anderen Kaffeeprodukten hergestellte Kaffeekaffee ist wohlschmeckend ", steht in einer Melitta-Anzeige von 1938, die Dinge, in die man sich einlässt, wenn man sie braucht. Beispielsweise werden die kommenden zwanzig Jahre in erprobter Weise verbracht, bis sich die bisher unbezahlbare Kältemaschine endlich behauptet und die Türe für die Auflösung von Bitterstoffen im Puder aufmacht.

Wenn Sie sich ein paar Gehminuten Zeit nehmen, um das Mineralwasser von alleine zu gießen, werden Sie mit einem unübertroffen gut und mildem Kaffeebohnen. Nicht, dass es in diesem Lande keinen richtigen Kaffe gibt: Wenn Sie ein wenig suchen, finden Sie in jeder Ortschaft kleine Rösterei, die noch im Langzeitrötungsverfahren brennt.

Anders als die Kaffeemaschine kann der Handschutzfilter auch zum Zubereiten kleinerer Mengen, wie z.B. des Morgenbechers, problemlos verwendet werden. Es wird nicht brechen, wenn Sie es nicht einfach aufgeben und kann mit jeder Kaffeesorte verwendet werden. Aber und das ist wahrscheinlich sein Problem: Mit einem einfachen deutschsprachigen Feinsteinzeugfilter ist es sehr schwierig, sich vor den Augen der Gäste zu zeigen.

Es ist schlicht, preiswert und genial: der Kaffeefilter. Dennoch liegt er in einer von Tabletten, Koffern und Kaffeemaschinen dominierten Unternehmenskultur im Sterben, die den Umgang mit lockerem Pulver um jeden Preis unterdrückt. Es sieht so aus, als wäre kein guter Kaffe ohne einen Tastendruck und technischen Aufwändig. Außerdem wird heute eh niemand deutscher Kaffeetrink.

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