Glas machen

verglasen

Das Herstellen von Glas ist ein traditionelles Verfahren. Das Glas (aus dem germanischen glasa "das Glänzende, Shimmernde", auch für "amber") ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe amorpher Feststoffe. Zum Schluss ein Tutorial, wie man eine Glasflasche in Glas verwandelt.

Glasproduktion - W wie Wissen - ARD

Für uns Menschen von heute ist Glas etwas ganz Besonderes. Man lebt hinter einer Glasfassade, benutzt täglich Glasgefäße und starrt immer wieder durch Glasscheiben in Schaufenstern und Handys. Die meisten Menschen kennen jedoch die Beantwortung der Fragestellung, was Glas ist. Um dieses Gemisch zu Glas zu verschmelzen, bedarf es jedoch einer enormen Wärme, die zwischen 1.400 und 1.600 Grad liegt.

Der natriumhaltige Rauch und die hohe Temperatur der Brände sowie der sandige und kalkige Boden der Öfen - die ersten Glasbrocken oder glasartigen Beschichtungen in den Öfen waren wohl ein zufallsbedingtes Beiwerk. Es ist nicht mit Sicherheit zu sagen, ob die zielgerichtete Glasproduktion in Mesopotamien, Ägypten oder an der Levante entwickelt wurde.

Etwa 650 v. Chr. lässt ein asyrischer Koenig das aelteste bekanntes Rezept in Keilschrift vermerken: "Nimm 60 Stück Gold, 180 Stück Goldasche aus Seepflanzen, 5 Stück Kalk - und schon bekommt man Glas. Bald darauf erlernten sie, daraus mit einer simplen, aber komplexen Methode Hohlgefäße herzustellen: Ein Feuchtkern aus Ton und Zement wurde in Pulverglas gerollt und das Glas im Backofen geschmolzen.

Die noch heißen Werkstücke wurden im Glasmehl wieder aufgerollt und wieder erwärmt. Das Glas wurde in der Altertumsgeschichte zu einem weit verbreiteten Luxusgut. Schon die Römer verteilten die Technik des Glasblasen in ihrem Reich, und bald gab es Behälter in allen denkbaren Ausprägungen, in allen möglichen Ausprägungen. Glasscheiben waren noch rar.

Die Discs waren korrespondierend dicht und streifig. Die dünnen, verhältnismäßig glatten und lichtdurchlässigen Gläser wurden zum ersten Mal im Hochmittelalter mit Hilfe der Pfeife des Glasmachers hergestellt. Außerdem haben die Gläsermacher einen großen Glaszylinder geblasen, der an beiden Seiten noch heiß geöffnetet wurde. Sie schneiden den gekühlten Speicher in Längsrichtung ab und stellen ihn wieder in einen Backofen.

Mit etwas weniger als 900° Celsius konnte der Schließzylinder nun leicht ausgeklappt werden, und die Scheibe war bereit. Damit kann die glasverarbeitende Industrie den stetig wachsenden Bedarf an besonders glatten und großen Glasscheiben decken. Dabei ist die Oberflächenbeschaffenheit des Flüssigzinnes so gleichmäßig, dass das Glas nicht einmal die kleinsten Prägungen von oben erhält.

Eine computergesteuerte Trennschleifscheibe schneidet nach einer Durchfahrt durch den Kühlkanal das Endlosglasband in Teilscheiben. Büromasten aus Stahlbeton und Glas wären unvorstellbar und der Ausblick aus dem Sichtfenster etwas streifig.

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