Kaffeefilter von Melitta

Melitta Kaffeefilter von Melitta

Den Trend "Pour Over Coffee" hat Melitta näher untersucht. Der Kaffeefilter wurde zur Erfolgsgeschichte. Pakete mit Melitta ungebleichten und gebleichten Kaffeefiltern.

So hat Melitta Bentz den ersten Kaffeefilter erfunden.

Mit 73 Pfennige Anfangskapital hat sie die Kaffee-Kultur revolutioniert: Vor knapp 100 Jahren nahm Melitta Bentz ein Löschblatt aus einem Heft und baute den ersten Kaffeefilter. Die üblichen Keramik- und Metallsiebe waren ebenfalls schwierig zu handhaben: Wenn sie zu große Poren hätten, wäre der unangenehme Spruch in der Schale, aber zu kleine Öffnungen würden sich rasch verstopfen, und nichts würde fließen.

Melitta Bentz nahm schnell einen Messingkelch, stieß mit Schlag und Schlag kleine Öffnungen in den Untergrund und steckte Löschpapier aus dem Heft ihres Vaters ein. Danach schüttete sie heisses Leitungswasser aus, liess es hindurchsickern - und trinkte einen Kaffe ohne einen Satz. "Der Duft des Filtergutes hat sich als lecker und verdaulich erwiesen", sagt Martin Möcking, Gastwirt aus der Region UHD.

Also schmollte der Kaffe nicht mehr so sehr. "Die findigen Hausfrauen verfeinerten den Prototypen und meldeten beim Reichspatentamt in Berlin die Registrierung im Gebrauchsmusterregister für den "Kaffeefilter mit nach unten gewölbtem Sockel mit Ablaufloch und losem Sieb" an. Die Eheleute Hugo und Melitta Bentz gründeten am 16. Mai 1908 ein eigenes Familienunternehmen mit einem Stammkapital von nur 73 Reichspfennigen:

Melitta. Die Hämmer waren von nun an gespannt: Auch die beiden Soehne Willy und Horst waren sehr aktiv und stanzten in kleinen Messingtöpfen durch. Bald darauf wurde das Unternehmen erfolgreicher: Melitta und Hugo Bentz setzten 1909 auf der Leipzigischen Landesmesse rund 1200 Kaffeefilter ab. Noch im gleichen Jahr erhielt das "Melitta Filtrationsgerät" die Goldmedaille der International Hygiene Exhibition in Dresden.

"Doch in den ersten Jahren war die Neuerung erklärungsbedürftig", erzählt Martin Möcking. Um sich vor Nachahmer zu schützen, hat Melitta 1925 die rot-grüne Farbzusammenstellung für seine Filterpapierpakete eingeführt, die bis heute üblich ist. Dazu kommen die Melitta-Filtertaschen, die heute noch im Einsatz sind, auf den Handel. Martin Möcking ist auch mit frischem Kaffeegeschmack besser als mit Kaffeevollautomaten.

Als die Grosseltern ihren Nachmittagskaffee gebrüht hatten, entwickelte sich im ganzen Hause ein köstlicher Duft."

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