L Form

L-Form

Kalkulationen von geometrischen Figuren und Körpern: L-Form. mw-headline" id="Definition">1 Definition Definition Definition Definition Bei der L-Form handelt es sich um einen morphologischen Bakterienzustand, bei dem die bakteriellen Zellen keine Zellwände aufweisen. L-Formulare können durch die Wirkung von Antibiotika oder Verteidigungsmechanismen des Abwehrsystems ("Lysozyme", Antikörper, etc.) verursacht werden. L-Formulare wurden 1935 von Emmy Klieneberger-Nobel erstmals aufgedeckt.

L-Formulare von Keimen haben die folgenden Eigenschaften: L-Formulare können zu ihren ursprünglichen Zellen zurückkehren und wieder vollständig infiziert werden.

Man geht davon aus, dass L-Formen von Keimen im Körper dauerhaft bestehen bleiben und chronisch wiederkehrende Entzündungen aufweisen können.

L-förmige Bakterien ohne Zellenwand | Ergebnis in Kürze | CORDIS

Gewisse Antibiotika-resistente Keime haben keine Außenzellwand in der sogenannten L-Form. In einem von der EU geförderten Forschungsvorhaben wurden die Vermehrungsprozesse dieser Keime untersucht. Bei der bakteriellen Zellenwand handelt es sich um eine äussere schützende Hülle um die Zellmembran, die für die Keime lebenswichtig ist. Es handelt sich um eine Zellenwand aus Polyzucker-Ketten, die durch spezielle Bakterienpeptide vernetzt sind. Viele Keime sind in der Regel in der L-Form einer zellwanddefizienten (CWD) Zelle verwandelbar.

Zur Fortpflanzung annehmen L-Formen in der Regel eine kugelförmige Form. In der Regel brauchen Keime eine Zellenwand und Bestandteile des Bakterienzellskeletts zur Teilung. Die Tatsache, dass L-Formen auch ohne diese beiden Gebilde heranwachsen und sich teilbar machen können, würde auf eine Form der zellulären Teilung hinweisen, die für ältere bakterielle Formen charakteristisch gewesen sein könnte.

Im Rahmen des Projekts CFILP (Characterisation of factors involved into proliferation of Bacillus subttilis L-forms) wurden daher die Wirkungsmechanismen der L-förmigen Vermehrung anhand des Bakterienmodells Bacillus subttilis untersucht. Im Rahmen des Projekts wurden Genmutationen isoliert und untersucht, die eine Zellproliferation und Zellproliferation erlauben. Sie fanden bedeutende Veränderungen, die die Bildung der Zellmembran während der L-förmigen Vermehrung durch Übersteuerung des Systems der Fettsäuresynthese anregen.

Durch die künstliche Vergrößerung der Zellenoberfläche im Vergleich zum Zellvolumen in Wildtyp-L-Formen ohne Zellenwand entwickelten sich aus der Vorläuferzelle selbständig. Anschließend wurde ein Konzept zur Gen-Deaktivierung erarbeitet und eine Membranmutation gefunden, die die zelluläre Teilung von proliferations-fähigen L-Formen unterdrückt. Sie ist für die Herstellung der Fettsäure-Komponenten der Zellmembran verantwortlich. Die Zellmembran, die während der Membranspaltung die Fähigkeit der L-Form zur Proliferation unterbunden hat, so dass keine Precursorzellen ausgelassen wurden.

Eine schließlich entwickelte L-Form-Modell deutet darauf hin, dass asymmetrisches Wachsen eine Vergrößerung der Zellenoberfläche im Vergleich zum Zellvolumen und damit eine Spontanverformung auslöst. Indem diese Unstimmigkeit zwischen Fläche und Umfang korrigiert wird, bilden sich Präkursoren (Teilungen), sofern die Membran jedoch ausreichend beweglich ist. In den Ergebnissen von CFILP wird unmittelbar die Annahme unterstützt, dass biophysikalische Verfahren es primitiven Zellkulturen ermöglichten, sich vor der Entwicklung der Zellenwand effektiv zu vervielfältigen.

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