Plastik Alternativen

Kunststoffalternativen

Nur in wenigen Kompostieranlagen werden sie demontiert. dpa/Oliver Bergplastik, wohin man schaut: Alternative zu Kunststoffen Gibt es eine Alternativlösung für "Bio"-Kunststoffe? Kunststoff aus nicht verwertbaren Pflanzenrohstoffen - zum Beispiel PET (Polyethylenterephthalat) aus Zuckerrohr. Der Befürworter von biologisch abbaubaren Kunststoffen wirbt dafür, dass sie problemlos als Bioabfall beseitigt werden können und dass ein Recyclingverfahren nicht erforderlich ist. Bislang gibt es jedoch zu wenig faktische Gründe, um kompostierbare Kunststoffe als gute Wahl zu betrachten.

Kompostieranlagen klären alles, was wie Plastik wirkt, da die eingesetzten Geräte nicht zwischen konventionellem und kompostierbarem Plastik unterschieden werden können. Darüber hinaus werden auch in der Agrokunststoffe chemisch basierte Additive auf Rohölbasis eingesetzt. Nach Angaben des Umweltbundesamtes ist die Umweltbilanz von Agrarkunststoffen nicht besser als die von Plastik aus Rohöl. Die Kultivierung von Rohmaterialpflanzen und deren chemischer Verarbeitung zu Plastik erfordert viel Kraftaufwand und belastet die Umgebung.

Bisher gibt es jedoch noch zu wenig Gründe für diese neuen Kunststoffen aus der Agrarwirtschaft. Die Kompostieranlagen sortieren alle Plastiksäcke - auch die so genannten "organischen" Säcke - als Verunreinigungen aus, weshalb die besonderen, reißfesten Papiersäcke für organische Abfälle die beste Lösung sind. Papiersäcke sind jedoch im Allgemeinen nicht den Kunststoffprodukten zu vorziehen.

Papiersäcke sind auch Einwegbeutel, die oft nicht mehrmals verwendet werden können. Werden die Papiersäcke aus Frischfasern gefertigt, so werden für ein Einmalprodukt hochwertige Holzwerkstoffe verwendet. Das Umweltbundesamt hat in einer Untersuchung - wenn auch eine älterer - festgestellt, dass Papiersäcke nur dann besser funktionieren, wenn sie aus recyceltem Material sind.

Gibt es eine gute Möglichkeit, Nahrungsmittel in Gläsern oder Konservendosen zu unterbringen? Für diejenigen, die aus Umwelt- oder Gesundheitsgründen auf Plastikverpackungen verzichten wollen, sind Konservendosen oder Tiegel keine Alternativen. Dennoch sind Weissblech und Gläsern leichter zu verwerten als Kunststoffe. Plastik kann nicht gänzlich vermieden werden, da viele Konservendosen auf der Innenseite mit einer dÃ??nnen Schicht Plastik beschichtet sind, um das Metall und die Nahrungsmittel zu schÃ?

Ebenso befindet sich im Deckel von Fläschchen und Töpfen in der Regel eine Plastiksiegel. Am besten ist es, so viele unverschlossene, frisch verpackte Nahrungsmittel wie möglich zu erstehen.

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