Plastik Gurke

Kunststoffgurke

ist in der Regel ohne Kunststoff erhältlich. Net: Organische Gurken nicht mehr in Kunststoff. Schon bald dürfen die Bio-Gurken nicht mehr einzeln in Kunststoff verpackt werden.

Untersuchung auf den Abfall - die Gurke wird in Folie eingewickelt - zu Recht - Wirtschaftlichkeit

Individuelle Biskuits, Süßigkeiten oder Kaffee-Kapseln werden oft in eine eigene Packung verpackt, nur um dann in eine zweite, größere Packung zu gelangen. So gibt es beispielsweise in einer Kaffeekapsel nur sechs g Kaffeepulver, die jedoch in etwa drei g Kunststoff oder Alu und bei einigen Herstellern auch in eine zusätzliche Kunststofffolie verpackt sind - erst dann gelangen sie in die Kartonage.

Nur mit dieser Doppelverpackung aus Alu und Plastik kann das Wohlgeruch gewährleistet werden, so die Hersteller von Kaffeekapseln - und die Verbraucher werden keinen Aromaverlust akzeptieren. Süßwarenunternehmen wie Haribo, die kleine Gummibärchenbeutel in einem großen Gummibärchenbeutel anbieten, behaupten, dass die Verbraucher die Bonbons leicht in Portionen teilen können.

Das Start-up MyMuesli bringt auch das Behauptung auf den Tisch, dass der Konsument es "so will". Anlass für die Einführung des kleinen Pakets auf dem Markt war, dass der Verbraucher während der Fahrt Müesli zu sich nehmen wollte. Favorit der Gegner der Verpackung ist jedoch die kunststoffbeschichtete Gurke, die nach der Tomaten (die tatsächlich zur Obstkategorie gehören) und der Möhren das drittgrößte Lieblingsgemüse der Bundesbürger ist, wie die BAG alljährlich erfasst.

Auf den ersten Blick wirkt es ziemlich bizarr: Ein Nahrungsmittel, das durch seine Außenhülle eine Naturverpackung hat, wird in Alufolie versiegelt. Insbesondere Salatgurken und insbesondere Makrelen, die zum Erntezeitpunkt noch eine aktivierte zelluläre Atmung haben, würden ohne entsprechende Verpackungen sehr rasch viel Feuchtigkeit einbüßen. Auch die Gurke wird in Schrumpffolie verpackt, denn nur unter einer geeigneten Folienverpackung wird exakt die passende Stimmung geschaffen, die die Gurke längere Zeit frisch erhält.

Die Lagerfähigkeit wird durch die Verpackungen etwa doppelt so hoch sein. Jetzt behaupten viele Konsumenten nicht ohne Grund, dass diese Gemüseart, die natürlich rasch schrumpft, nur früh gegessen werden muss. Weil die Salatgurken, die in den Verkaufsregalen von Lebensmittelgeschäften und Diskontern stehen, überwiegend aus südlichen europäischen Staaten eingeführt werden, können sie bereits zum Aushangzeitpunkt schrumpfen.

Nur wenige Konsumenten sind gewillt, Früchte und Gemüsesorten mit Fehlern zu erwerben, wenn sie die Möglichkeit haben. Wenn also keine Kunststoffverpackungen verwendet würden und die Gurke nicht verkauft werden könnte, wäre ihre Umweltleistung noch geringer als die einer verpackten Gurke. Andererseits ist das zirkulierende Vorurteil einiger Händler, dass nur die Bio-Gurke in Plastik verpackt ist, kaum ersichtlich.

Nach EU-Recht ist Biogemüse von herkömmlichem Gemüsesorten zu differenzieren, aber auch ohne Kunststoff wäre dies möglich. Sie können nur auf den Bio-Markt gehen: Dort sind die Salatgurken nicht in Folie verpackt - aber sie müssen viel früher konsumiert werden. Ist eine Papiertasche wirklich besser als eine Plastiktüte?

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